Yuyuan Garten und Insektenmarkt

Gestern haben wir uns in der Früh aufgemacht, um zu einem der wenigen Parks in Shanghai zu gehen. Wir sind extra früh schon um 14 Uhr aufgestanden, damit wir noch in möglichst viele Sehenswürdigkeiten reinkommen, die alle immer schon um 17 Uhr schließen. Also haben wir uns schnell nach einem kleinen Frühstück mit der Metro aufgemacht um zum Yuyuan Garten zu kommen. Der Garten ist im 16ten Jahrhundert erstmals errichtet worden, wurde über die Zeit aber immer wieder zerstört und ist das letzte Mal im 20ten Jahrhundert restauriert worden. Er liegt mitten in Shanghais Altstadt und nimmt insgesamt ca. 2 Hektar Land ein. Im Gegensatz zu vielen anderen Gärten wird er auch in Zukunft nicht zerstört werden, da er zum Nationaldenkmal erklärt wurde.

Unterteilt ist der Garten in mehrere Abschnitte, die durch Mauern getrennt sind. Alle Bereiche sind aufwendig gestaltet, sei es ein Teich mit einem Pavillon in der Mitte, oder ein Felsengarten. Wir denken, dass wir alle Bereiche mal besucht haben, sind uns aufgrund der Größe des Gartens aber nicht ganz sicher.

Danach sind wir erst noch ein bisschen um den Garten herum geschlendert, wo alle möglichen Geschäfte in Häusern, die aussehen als wären sie noch im alten chinesischen Stil erbaut, versuchen einem Dinge zu verkaufen, die man nicht braucht. Dann haben wir uns aufgemacht die größte Moschee Shanghais zu finden.

Da es mittlerweile schon nach fünf Uhr war haben wir sie allerdings nicht direkt aufgesucht, sondern haben sie aus der Ferne von oben angeschaut. Mit ihren grünen Kuppeln ist sie sehr gut von anderen Gebäuden in der Stadt zu unterscheiden und somit konnten wir sie ziemlich leicht von einer Fußgängerbrücke in der Nähe anschauen.

Dann haben wir noch versucht, in einen weiteren Tempel zu kommen, mussten aber wider Erwarten feststellen, dass er auch schon um fünf Uhr zugemacht hat. Also haben wir uns gleich weiter zu einem Insektenmarkt aufgemacht, auf dem Insekten und andere Kleintiere wie Katzen, Schildkröten, etc. als Haustiere verkauft werden. Hier hatten wir mehr Glück und haben es noch geschafft uns den Markt anzuschauen, auch wenn man gemerkt hat, dass auch hier die Stände schon abgebaut werden.

Zum Abendessen sind wir in der Nähe vom Insektenmarkt in ein Restaurant gegangen, das ein wenig wie eine Kantine gewirkt hat. Das Restaurant hat um 21 Uhr geschlossen, möglicherweise deshalb durften wir fast alle Gericht von der Karte nicht mehr bestellen und mussten uns mit den von der Bedienung vorgeschlagenen abfinden. Das Essen war dann trotzdem ganz gut, vor Allem aber war es eines der billigsten Abendessen die wir in China hatten.

Nach dem anstrengenden Tag sind wir direkt nach dem Abendessen wieder ins Hostel gefahren, wo wir noch einige Stunden auf unserem gut gekühlten Zimmer verbracht haben. Jetzt ist der Gig schon wieder anstrengend, dass wir endlich aufstehen sollen, aber ich konnte ihn noch davon überzeugen, dass ich erst noch den Artikel hier fertig schreiben will, damit ihr nicht wieder so lange auf Nachrichten von uns warten müsst.