Auf nach Shanghai

Am nächsten Morgen mussten wir wieder einmal früh aufstehen, um nach einem kleinen Frühstück im Hostel unseren Bus zurück nach Peking zu bekommen. Diesmal war der Bus relativ leer, sodass wir alle gemütlich auf einem Platz sitzen konnten. Nach eineinhalb Stunden sind wir wieder in den 980er umgestiegen, der uns wieder zu unserem Ausgangspunkt zurückgebracht hat. In Peking mussten wir noch mehrere Stunden schimmeln, da uns Zug nach Shanghai erst am Abend um 17.39 Uhr gefahren ist. Dazu haben wir uns einen Park in der Nähe vom Bahnhof gesucht, in den wir, nachdem wir keinen Eingang gefunden hatten, einfach über den Zaun eingestiegen sind. Das hat soweit auch keinen gestört, erst nach ungefähr einer Stunde kam der Bewässerungsservice, der uns von unserem Schimmelplatz vertrieben hat.

Deshalb sind wir dann schon mal zum Bahnhof gelaufen, um da die letzte Stunde vor der Fahrkartenkontrolle rumzuhängen. In China ist es üblich, dass die Fahrkarte vor Betreten des Bahnsteigs kontrolliert wird, je nach dem wie modern der Bahnhof, bzw. die Fahrkarten sind von Hand durch einen der unzähligen Mitarbeiter oder mit einem elektronischen Drehkreuz.

Der Zug in den wir dann eingestiegen sind war einer der modernen Highspeed-Trains, die offenbar zwischen Shanghai und Peking neuerdings generell eingesetzt werden. Sie erinnern im Inneren ein bisschen an ein Flugzeug, was auch daran liegt, dass es Stewardessen gibt. Die Sitze sind, auch wenn sie ein bisschen schmal sind, echt bequem, vor Allem die Beinfreiheit hat positiv überrascht. Die Zugfahrt an sich war ziemlich unspektakulär, am Anfang konnte man noch ein bisschen aus dem Fenster schauen, was aber auch relativ bald durch die Dunkelheit verhindert wurde.

In Shanghai angekommen mussten wir uns dann plötzlich ziemlich beeilen, um noch die letzte U-Bahn zu erwischen und so noch zu unserem Hostel zu kommen. Von der Station, an der wir ausgestiegen sind - die U-Bahn hat nicht an jeder Station gehalten und wir sind deshalb nicht an der besten Station ausgestiegen - haben wir noch einen Minibus gechartert, der uns direkt vor unser Hostel gefahren hat. Da haben wir noch den Thomas und den Tobi getroffen, unser Gepäck auf das Zimmer gebracht und sind danach noch kurz zum McDonalds für ein spätes Abendessen gegangen.