Zurück in China

Nach einigen Tagen in Nordkorea ohne Internet melden wir uns jetzt wieder aus Peking zurück. In den acht Tagen haben wir so einiges erlebt und viele neue Eindrücke gewonnen. Wir haben jeden Abend den Tag in einem ungefähr halbstündigen Podcast zusammen gefasst, wovon ihr den ersten Teil schon anhören könnt. Alle, die keine Lust haben uns zuzuhören, müssen sich noch ein bisschen gedulden, aber wir haben vor, in den nächsten Tagen Artikel zu den einzelnen Stationen unserer Nordkorea-Reise zu veröffentlichen. Natürlich haben wir auch eine Menge Fotos gemacht, die wir auch schon geschafft haben zu sortieren und hochzuladen. Jetzt noch ein wenig über den heutigen Tag. Nachdem wir heute um 9 Uhr mit dem Zug aus Pyongyang angekommen waren haben wir uns mit der Hannah und dem Thomas vor dem Pekinger Hauptbahnhof getroffen, was wider Erwarten auch vollkommen problemlos funktioniert hat. Da wir ja am Bahnhof waren wollten wir dann auch gleich nochmal versuchen unsere Tickets für die Zugfahrt nach Shanghai zu kaufen. Nachdem wir dann fast eine Stunde am Schalter für Ausländer angestanden hatte, mussten wir erfahren, dass wir die Karten erst am Freitag kaufen dürfen.

Nach einem guten Frühstück im Starbucks - mit gutem echten Kaffee - haben wir das Gepäck aus Hannahs bisherigem Hostel geholt und haben uns auf die Suche nach unserem Hostel für die nächsten sechs Nächte gemacht und es auch auf Anhieb gefunden.

Gegen Abend haben wir uns dann aufgemacht noch ein wenig die Stadt zu erkunden. Wir sind die Wangfujing Straße entlang gegangen: Die berühmteste Einkaufsmeile Pekings und die erste ihrer Art in China. Obwohl die Straße viele Jahrhunderte alt ist sieht man davon heutzutage nichts mehr, da sie komplett kommerzialisiert wurde und alte Gebäude zugunsten neuer abgerissen wurden. Dadurch wirkt die Einkaufsmeile sehr ähnlich wie man sie auch in Großstädten in beliebigen westlichen Ländern finden könnte.

Biegt man allerdings von der Hauptstraße in die Wangfujing-Snack-Street ein ist man sofort wieder in China. Schon aus einiger Entfernung sieht man, dass der Eingang zu der Gasse vollkommen überfüllt ist. Wenn man dann da ist wird man ziemlich schnell von der Menge an Leuten eingeschlossen, die durch die Straße strömt. Wie der Name der Straße schon vermuten lässt geht es in ihr nur ums Essen. Ein Verkaufsstand reiht sich an den anderen und es werden einem die verschiedensten Snacks angeboten. Von gegrillten Skorpionen über frittierte Tofuwürfel bis hin zu Frisch hergestellten Erdnusswürfeln wird alles angeboten. Die Verkäufer besuchen sich dabei natürlich gegenseitig zu übertönen, was dem allgemeinen Trubel der Menge noch einen letzten Touch gibt. Am Preis für einen Minidöner hat man dann aber doch gemerkt, dass man immer noch in der Nähe von Touristenorten ist. Nach ein paar weiteren kleinen Snacks sind wir dann weitergezogen um uns in der Nähe von unserem Hostel ein Restaurant zu suchen.

Nach einigem Suchen haben wir ein nettes kleinen Restaurant gefunden in dem traditionelle chinesische Hotpots angeboten wurden. Hotpots, um das mal kurz zu erklären, sind quasi Suppentöpfe, die auf dem Tisch gekocht werde. In den Pot wirft man dann Fleisch, Gemüse und andere Zutaten rein. Man bestellt sich dabei für den gesamten Tisch eine Suppengrundlage - Tomatensuppe in unserem Fall - und dann die einzelnen Zutaten. Da fängt dann allerdings auch schon unsere Problem mit dem Essen an. Wie fast überall in Peking kann auch in unserem Restaurant die Bedienung kein Englisch. Zum Glück sind in vielen Karten aber Bilder von den verschiedenen Speisen abgebildet. So haben wir es dann mit ein wenig Zeichensprache irgendwie geschafft irgendwas zu bestellen. Entgegen unserer Erwartungen nach dem Bestellvorgang haben wir dann doch ein wirklich gutes Essen bekommen, das mit ca. 2,50 Euro pro Person auch relativ günstig war.

Jetzt plant die Hannah grad noch für uns unseren morgigen Tag, der Dani lädt die Fotos vom heutigen Tag hoch, der Gig schläft, der Thomas ist wieder bei seinen Kommilitonen im Hostel und ich beende hiermit den Artikel.