Ha Long Bay, Vietnam: der alte Mr. Cu

Wir sind zwar mittlerweile in Ha Long, aber wir konnten gestern keinen Bericht mehr schreiben, weil wir schon mittags mit dem Zug losfahren mussten. Unser Tourguide hatte auf die Frage, was man denn in Hue machen könne gemeint, dass man eigentlich nur die verbotene Stadt anschauen kann, danach hat man alles Sehenswerte gesehen. So haben wir uns dann um elf aufgerafft, ein Taxi zur verbotenen Stadt genomen und dort ungefähr eine Stunde lang den alten Kaiserpalast in der prallen Sonne angeschaut, bevor wir dann auch schon wieder weiter zum Mittagessen mussten.Zum Mittagessen gingen wir wieder zum Mandarin Cafe, weil der Dani und die Hannah noch Photos vom Mr. Cu kaufen wolten, was sie dann auch getan haben. Aus irgendeinem Grund haben es die Bedienungen bei diesem Mal geschaftt, wo wir nur zu fünft im Restaurant waren, zwei von drei Bestellungen falsch zu bringen. Am Nachmittag davor wo wir zu sechzehnt da waren gab es keine Probleme. Vom Restaurant haben wir uns noch Sandwiches für das Abendessen im Zug mitgenommen, weil laut unserem Tourguide es zwar einen Speisewagen im Zug gibt, das Essen aber für uns "not edible" wäre. Zur Zugfahrt gibts eigentlich kaum was zu sagen, außer dass sie unglaublich lang war. Der Zug ist mit über einer Stunde Verspätung losgefahren, musste durch starken Regen langsamer fahren und hat es trotzdem geschafft eine Stunde zu früh in Hanoi anzukommen. Im Zug hat es noch ein Bahnmitarbeiter geschafft die Hannah reinzulegen und ihr einen Joghurt zu verkaufen, der allerdings dann gut geschmeckt hat. Außerdem gab es zum Abendessen eine kostenlose Instantsuppe, die auch dem entsprechend geschmeckt hat. Im Anschluss an die Zugfahrt sind wir mit einem Bus ca. drei Stunden nach Ha Long gefahren, das Gepäck war so schlecht im Bus gestapelt, dass die Hannah während der Fahrt von einer Tasche im Schlaf erschlagen wurde. Nach einem ausgiebigen Frühstück im Hotel konnten wir dann erstmal noch mal schlafen, bevor wir uns mit der ganzen Gruppe zu einem Bootstrip zu einer Höhle in der Ha Long Bay getroffen haben. Mit einem Holzboot, auf dem es erstmal ein ordenliches Seafood-Mittagessen gab, sind wir über eine Stunde lang durch das Weltkulturerbegebiet Ha Long Bay gefahren, haben noch bei einer verrückten Fischzucht angehalten und sind dann in die Himmels-Höhle gegangen. Die Himmels-Höhle ist die zweitgrößte Höhle in der Ha Long Bay und ist eine Tropfsteinhöhle. Das Innere der Höhle ist in verscheidenen Farben ausgeleuchtet, was teilweise gut die Felsen herforhebt, teilweise aber auch merkwürdig wirkt, wenn es mit der Farbeigkeit übertrieben wurde. Auch seltsam waren eine Quelle und ein Springbrunnen, die jeweils in einem kleinen küstlichen See in der Höhle angelegt worden sind. Aber ansonsten war die Höhle sehr cool und beeindruckend. Danach haben wir noch eine kleiner Höhle auf der selben Insel angeschaut, die aber nicht groß beeindruckend war und durch die wir auch nur schnell durchgegangen sind. Wieder zurück vom Bootstrip konnten wir uns noch entscheiden, ob wir an den Strand gehen wollen oder doch lieber noch zwei Stunden im Hotelzimmer abschimmeln - abschimmeln hat gewonnen. So sind wir erst zum Abendessen wieder aus unserem auf kalte 24°C gekühlten Hotelzimmer gekommen und haben in einem kleinen lokalen Restaurant ein zwar kleines aber gutes Abendessen zu uns genommen. Morgen geht es dann in der Früh mit dem Bus nach Hanoi wo wir zwei Tage verbringen werden, die wir selbst mit Programm füllen müssen - ich hoffe mal das wird was und wir schimmeln nicht nur im Hotelzimmer.

Fotos vom Kaiserpalast und der Bootstour haben wir zufälligerweise auch gemacht.