Nha Trang & Hoi An, Vietnam: der Nachtwächter

Ich sitze auf der Straße. Kein Auto oder Roller fährt vorbei, mit mir hier vor unserem Hotel sitzt der Nachtwächter, der zu vietnameischem Hip Hop aus seinem Handylautsprecher auf seinem Plastikstuhl wippt. Mir gefällt's hier sehr gut. Die Temperaturen sind eher mediterran und nicht mehr subtropisch und Hoi An ist, was ich mit meiner wenigen Erfahrung über vietnamesische Städte sagen kann, eine eher untypische Stadt.Bei uns hat sich ein bisschen die Blog-Faulheit breit gemacht, die Schlagzahl in der die Artikel erscheinen ist niedriger, aber das ist okay. Gestern waren wir noch in Nha Trang und haben einen weiteren Tempel angeschaut. Ich glaub ich verliere langsam den Überblick. Eins haben alle Tempel hier gemeinsam: Einen Eingang mit Kassenhäuschen und einen Hintereingang ohne Kassenhäuschen. Und wir fallen jedes Mal darauf rein. Bei Kosten von wenigen Tausend Dong nicht so schlimm, nachdem man hier recht schnell Millionär ist, aber es macht mich wütend ;-). Mit Nachtzug, den wir mittlerweile zum zweiten Mal verwendeten und der uns gar nicht so schlecht gefällt, ging's am Abend weiter. In der Wartezeit am Bahnhof versuchte unser Tourguide, Vaughn, sein Abendessen zu finanzieren und hockte sich mit Gitarre uns Sammelkörbchen vor den Bahnhof. Geld brachte sein Spielen nicht, aber einige Schaulustige, die wahrscheinlich überlegten, ob er das ernst meint. Mit nicht unüblichen zwei Stunden Verspätung trafen wir in Hoi An ein. Die Stadt wirkt recht gemütlich und ist das zu Hause für viele Schneidereien, Maler und Laternen-Macher. Dementsprechend wird ein nächtlicher Spaziergang entlang des Flusses von vielen bunten Laternen begleitet. Morgen haben wir uns für einen vietnamesischen Kochkurs angemeldet. Zu Mittag gibt es was wir gekocht haben, da hoffen wir mal, dass es so gut wird wie das Abendessen im "Banana Leaf" heute Abend.

Fotos gibt's da drüben.