Sihanoukville, Kambodscha: Duschgel

Waaasss? Sind sie tot? Oder im Dschungel verschollen? Nein! Gestern war nur nicht so viel los und deswegen haben wir beschlossen, dass es heute einen Artikel über unsere beiden Tage in Sihanoukville gibt. Wir waren mal wieder mit dem Bus unterwegs - von Phnom Penh an die Küste runter. Die Fahrtzeit war ungefähr 4 Stunden und es gab diesmal sogar für mich eine Rückenlehne. Unser Hotel besteht aus vielen kleinen Bungalows mit Strohdächern und kleinen Terassen, die fast ein bisschen hawaiianisch wirken. Der Strand, nur 70 Meter vom Hotel entfernt, ist ein feiner Sandstrand, dafür aber relativ klein. Trotzdem wimmelt es nur so von Verkäufern, die von Shrimps über Litschi, Sonnenbrillen, Massagen, Schuhreperaturen, Drogen, Getränken und Tüchern wirklich alles im Angebot haben. Aber noch viel mehr gibt es Kinder, die Schmuck verkaufen: Geschätzte 8 Jahre alt, schleppen sie Taschen voll mit Armbändern über den Strand und lassen nicht locker. Unser Guide erzählte uns vom kambodschanischen Kinderschutzprogramm, das darum bittet, nichs von Kindern zu kaufen, weil diese dann nicht mehr die Schule besuchen, sondern über die Strände ziehen und ihren Schmuck verkaufen. Einer der Jungs traf wohl - mitten im Verkaufsgespräch mit uns - seinen Lehrer, der meinte, er solle sich doch mal wieder in der Schule blicken lassen. Was soll man sagen, diese Kinder sind wirklich hartnäckig. Minderstens zu viert, standen sie um unserer Liegen und belagerten uns mit ihrem "buy one, buy one"-Spruch und unseren einfachen Versuch: "I don't need one" konterten sie mit "if you don't need one, just buy two!". Schnell tauften sie den Benny "Mr. Long hair man" und setzen sich auf unsere Liegen, die einzige Möglichkeit ihrem "Verkaufsgespräch" zu entkommen, war sich in die Wellen zu stürzen. Nach nicht weniger als einer halben Stunde mussten sie leider einsehen, dass wir wohl nichts kaufen, schenkten der Hannah noch ein Armband und versuchten ihr Glück bei den nächsten Touristen. Alles in allem trotzdem ein gemütlicher Strandtag. Gegen Abend fing es an zu regnen, was bei diesen Temperaturen hier aber eigentlich eher angenehm ist und einem nicht vom baden abhält. Heute in der früh sind wir zu einem Boat Trip in dem National Park "Ream" aufgebrochen. Nach einer knapp einstündigen Busfahrt sind wir auf ein kleines Boot umgestiegen und einen Fluss entlang durch die Mangroven-Wälder bis auf das Meer hinaus gefahren und schließlich an einem kleinen menschenleeren Strand angelegt - auch keine Verkäufer! Die Zeit zum in der Sonne liegen und Baden verging schnell. Weiter ging es mit einer Trekking-Tour von Strand durch den Dschungel bis in zu einem kleinen Dorf. Außer ein paar Vöglen konnten wir im Dschungel leider keine wilden Tiere sehen, obwohl unser Tourguide uns einen Tiger versprochen hatte ;-) Die kleinen Sandwege, quer durch Flüsse, über Holzplanken zwischen den riesigen Bäumen hindurch waren auch so ein spannendes Erlebnis. Am Besten seht ihr euch die Fotos durch, so könnt ihr einen guten Eindruck der grünen Pflanzenwelt bekommen. Auf dem Rückweg mit dem Boot haben wir uns nochmal alle mit ausreichend Sonnenbrand für die nächsten Tage ausgestattet und dann den letzten Abend in Kambodscha in einem lokalen Restaurant mit Lok Lak und Chicken ausklingen lassen. Morgen geht es dann in den Vietnam.

Photos? This way, straight ahead!

//Na, wer hat gemerkt, dass im Titel "Duschgel" und nicht "Dschungel" steht. Wortwitz. Paha!