Siem Reap, Kambodscha: Lange Reise, gutes Essen

Was macht man, wenn man nicht weiß, was man tun soll? Man stellt sich den Wecker auf 5:30 Uhr! Nachdem wir den Plan verworfen hatten vor der vermuteten Tür unserers Tour guides die Nacht zu verbringen und ihm oder ihr auf zu lauern, war der Alternativplan ab 6 Uhr in der Lobby zu warten.

Erstaunlicherweise wurden wir während des Frühstücks angesprochen, ob wir der fehlende Teil der Tour-Gruppe wären. Könnte sein, oder?! Danach ging es ziemlich schnell: unser Gepäck wurde in einen Mini-Bus geladen, wir selbst in einen zweiten "Pimp-My-Ride"-Mini-Bus gesteckt. Unsere Tour-Gruppe besteht aus 14 Leuten, die ausnahmslos aus englischsprachigen Ländern stammen: Neu Seeland, Australien, Kanada, England und unserem Tourguide, der wie wir - nach unzählichen Versuchen einen Blick in seinen Pass zu werfen - rausfanden, von den Philipinen stammt, irgendwo um die 30 Jahre geschätzt wird und landesuntypisch einigermaßen verständliches Englisch spricht. Nach vier Stunden Busfahrt erreichten wir die thailändisch-kambodschanische Grenze, die wir nach diversen Ein- und Ausreise-, Visa- und Gesundheitsformalitäten zu Fuß passieren durften (jeder von uns kann seine Reisepassnummer jetzt auswendig). Unser Gepäck hatte es einfacher und verschwand auf einem Handkarren, tauchte aber glücklicherweiße auf der anderen Seite der Grenze unversehrt wieder auf. Zu den nächsten 3 Stunden Busfahrt durch Kambodscha können wir leider nicht viel erzählen, weil wir etwas Schlaf nachholen mussten.

Ankunft im "Angkor PhC Hotel" in Siem Reap. Mit dem Verkehrsmittel der Wahl - dem Tuk-Tuk - einem Moped mit Anhänger, in dem drei bis vier Personen Platz finden, fuhren wir zum Abendessen am Stadtrand. Dort wurden wir von unserer Gastgeberin, einer jungen Kambodschanerin, durch ihr Dorf geführt. Das traditionelle Essen wurde im Freien serviert und im knien gegessen. Es gab Nudeln, Curry, Reis, Suppe, gebratenes Gemüse und zum Abschluss rote Drachenfrucht, alles sehr lecker! Bevor es zurück ins Hotel ging, besuchten wir noch gemeinsam die "Angkor What?"-Bar in der "Pub Street". Eine angesagte Kneipe im Kneipenviertel, die dem Motto "promoting irresponsible drinking since 1998" folgt und man einen Edding bekommt, um die bereits überfüllten Wände zu beschmieren. Danach schnell ins Bett, weil morgen geht's um 4 in der früh los zum Angkor Wat-Tempel im Sonnenaufgang, da musste sogar die Fußmassage durch Babyfische noch bis morgen warten.

45 Fotos von den beiden ersten Tagen.