Heute: MacauBarefoot

Macau FlaggeMacau ist wie Hong Kong, aber doch so anders. Eigentlich haben wir uns Macau ganz anders vorgestellt. In unseren drei Reiseführern wurde Macau als “Macau hat so gar nichts von Hong Kongs Überdrehtheit” beschrieben, doch es ist eher Hong Kong mit einer Priese Portugal. Als erstes fällt auf, dass dort nur wenige Menschen Englisch sprechen. Alle offiziellen Schilder aber sind dreisprachig (chinesisch, englisch, portugiesisch). Mit der Fähre fährt man von HK etwa eine Stunde in die ehemalige portugiesische Kolonie. Heute ist Macau genau wie Hong Kong eine Sonderverwaltungszone der VR China, mit eigener Währung und eigenen Einreisebestimmungen, die uns eine halbe Stunde auf unser Visum warten liesen. Als wir endlich Macau betreten durften standen wir relativ planlos im Ferry Terminal, entschieden uns dann willkürlich für Bus Nummer 3. Schlecht war diese Wahl nicht, da wir im Bus eine nette Macanesin trafen, die uns ein paar Tipps für die Stadt gab.

Nach der klassischen Touristentour vorbei an allen Sehenwürdigkeiten, sucheten wir uns schnell einen eigenen Weg und entdeckten so doch ein paar Unterschiede zum lauten Hong Kong. Der größte Unterschied ist, dass man auf Macau so etwas wie Pflanzen kennt. Zumindest einige Grünflächen sind dort zu sehen. Portugiesisches Flair verbreiten klein Plätze und Gassen, in denen einem nicht sofort Handys, Uhren und Anzüge verkauft werden.
Beim Erkunden der Stadt kamen wir vorbei an kleinen Tempeln, einem Obst- und Gemüsemarkt und dem “Karneval des Essens”.
Wenn es dunkel wird kann man auf den Straßen Hong Kongs und Macaus ein komisches Ritual beobachten. Überall werden in Blechtonnen kleine Feuer entfacht, unzählige Räucherstäbchen angezündet und Essen daneben gelegt. Genau wissen wir nicht was das ist, aber es scheint ein religiöses Ritual zu sein.
Ein weiteres Ritual, das man bei Dunkelheitseinbruch beobachten kann, ist dass unser Magen anfängt zu knurren und wir uns auf die Suche nach einen Restaurant machen. Heute zog sich die Suche etwas länger, das Ergebnis wurde dadurch aber nicht besser. Ein chinesisches Restaurant, das sich auf Erdnüsse spezialisiert hatte. Vorspeise: Erdnüsse, zweite Vorspeise: Erdnusssuppe mit Nudeln, Hauptgericht: Reis mit Hühnchen, Erdnüssen, Chili und Fenchel. Auffällig war, dass jedes Lokal durch übermäßigen Einsatz von Klimaanlagen auf eine unangenehm kalte Temperatur gebracht wurde.
In Macau ist im Gegensatz zu HK Glücksspiel erlaubt und so wurde aus der Insel ein kleines Las Vegas, bis dahin hatten wir aber noch nichts davon gesehen. Erst die Busfahrt zurück zur Fähre brachte uns in ein Viertel in dem ein Casino neben dem anderen stand und man vor lauter blinkenden Lichtern kaum noch etwas anderes sehen konnte.
Zurück nach HK gings dann wieder mit der Fähre, leider fuhr keine Fähre mehr nach Kowloon sondern nur nach Hong Kong Island. Dies bescherte uns aber unsere erste Fahrt in einem Minibus durch Hong Kong die uns erfolgreich in die Nähe unseres Hostels brachte.
Heute gibt es so viele tolle Bilder auf FlickR, dass unser Account nicht mehr ausreichte und wir einen Pro-Account für 25$ (nicht HK$) kaufen mussten. Spenden erwünscht! Jeder Spender erhält eine einmalige HongKongBarefoot-Visitenkarte mit exklusivem Motiv.