Sounds like a good idea darlin'!

Als wir dann endlich mal um 15.00 aufgestanden sind - nein wir denken gar nicht daran uns an ortsübliche Zeiten zu gewöhnen, sondern leben den deutschen Zeitrhythmus weiter - haben wir uns auf den Weg nach Mong Kok gemacht. Mong Kok ist ein Stadtteil nördlich von Tsim Sha Tsui (wo unser Hostel ist), der für seinen Computermarkt bekannt ist. Um dorthin zu gelangen haben wir uns zum ersten Mal in die U-Bahn von HK getraut. Das geniale an der U-Bahn in HK ist die Fahrkarte, man benutzt die Octopuskarte, die vergleichbar mit der Oystercard in London ist. Der entscheidende Unterschied ist, dass man eigentlich überall damit bezahlen kann, beim McDonalds, im Supermarkt aber auch am Getränkeautomaten. Die Karte bleibt dabei im Geldbeutel und wird per RFID ausgelesen und das vorher aufgeladenen Guthaben abgebucht.

Nach einigem Irren durch Mong Kok, auf der Suche nach dem sagenumwobenen “Mong Kok Computer Centre”, fiel uns auf, dass wir schon zwei mal daran vorbeigelaufen waren. Daraufhin konnten wir uns endlich in ein Paradies aus Kleinelektronik und Computern, das sich über ganze drei Stockwerke erstreckte, stürzen. Die Mädels besuchten währenddessen den “Ladiesmarket” (es gibt ihn wirklich - er liegt direkt neben dem Computercenter) und ein nahegelegenes Café. Nachdem wir uns im Computercenter ausgetobt haben (was im Kauf von 1,5TB Speicherplatz endete), fanden wir noch etwas Zeit, uns weiter in Mong Kok umzuschauen - es war mittlerweile übrigens halb acht und schon wieder dunkel. Dort findet man viele kleine Viertel, die nach ihrer Einkaufsart unterteilt sind: das Schuhviertel mit unzähligen Schuhgeschäften, das Autotunerviertel wo man alles findet um sein Auto so richtig aufzumotzen oder einfach mal eine ganze Straße mit Handyläden. [Info zur iPhone-Situation: Offiziell kann man es nur mit 24 Monatsvertag und Hong-Kong-ID kaufen. Da half es auch nichts zu behaupten, ein Student im Auslandsjahr zu sein. Auf der Straße bekommt man die 16B-Variante ab 6000HK$].

SushiDa es mittlerweile schon ca 22.00 Uhr war und wir noch etwas zum essen wollten sind wir zurück nach Tsim Sha Tsui gefahren und haben dort ein hervorragendes Sushi-Restaurant aufgesucht. In der “Crazy-Hour” gab’s dort zum halben Preis feinstes japanisches Essen. Der halbe Preis veranlasste uns allerdings nur doppelt so viel zu essen. Wir verließen das Restaurant erst als wir freundlich darauf hingewiesen wurden, dass es jetzt so langsam die letzte Möglichkeit wäre zu bestellen und uns auffiel, dass wir die letzten Gäste waren. Das ganze, das wir heute erlebt haben klingt jetzt vielleicht nicht so spannend, aber wir haben viel vom Hongkonger Leben mitbekommen und unzählige spannende Kleinigkeiten gesehen. Leider haben wir das Fotografieren heute auch ein wenig vernachlässigt, aber 18087936 bunte Pixel liegen dennoch auf FlickR. Morgen geht es voraussichtlich nach Macau, was uns da genau erwartet wissen wir auch nicht. Angeblich aber soll es eine portugiesische Insel mit Glücksspiel und Nutten sein. Man hört allerdings auch, dass das Leben dort um einiges ruhiger ist als das was wir hier in Hongkong täglich kennenlernen. Ein Leben ohne Rast und Ruh, außer vielleicht morgens von acht bis neun beim täglichen gemeinsamen TaiChi im Park.