Dumm ist der, der Dummes tut!

Mir ist kalt! Heulen wir zuviel rum? Wahrscheinlich. Jetzt denkt ihr alle, dass unser Urlaub die Hölle ist. Ganz im Gegenteil, jetzt wo die Klimaanlage wieder geht und wir langsam anfangen uns an der Klima zu gewöhnen fangen wir an die Stadt zu entdecken: Das dauert bei dieser riesen Stadt statt ewig, deshalb sind wir auch schon um 14 Uhr aufgesanden.
Der erste Ausflug ging zur Rezeption, um das schon ausgiebig bejammerte Klimaanlagenproblem mit schon genanntem Erfolg beheben zu lassen. Danach ging’s zum Frühstücken ins Starbucks und ins Touristen-Informations-Center. Dort wurden wir von einer Chinesin mit auswendig gelernten Satzbausteinen doch relativ gut und ausführlich informiert, was denn sehenswert ist und wie wir dort hin kommen.
IFCFür umgerechnet 20 Cent konnten wir dann mit der Fähre auf Hong Kong Island fahren und standen vor dem International Finance Center (IFC), dass doch eine beträchtliche Höhe hatte und in uns das Verlangen hervorrief ganz in das oberste Stockwerk zu kommen. Nachdem wir die vom Pförtner geöffnete Tür passierten standen wir in einer ziemlich noblen Lobby, in der viele wichtige Anzugträger auf- und abgingen. Die Rolltreppe zum vierten Stock konnte man nur mit Ausweise verwenden und so fragten wir uns durch, bis uns am vierten Schalter dann ein Besucherpass ausgestellt werden konnte. Leider durften wir damit nur in den 55. Stock von insgesamt 88 Stockwerken. Aber besser als nichts!
Peak TramDie Höhenluft hat bei uns Interesse nach mehr geweckt, weshalb wir mit dem Peak noch höher hinauswollten. Der Peak ist der einzige Berg Hong Kongs und hat eine Höhe von 500 Metern über dem Meeresspiegel, was für Oberbayern zwar nicht viel klingt, aber in Hong Kong eine riesen Attraktion ist. Beinahe hätte uns die 200 Meter lange Schlange am Ticketschalter für das Cable Car abgeschreckt, aber oben angekommen war das lange Anstellen schnell vergessen: Im Besucherzentrum gab es eine Filiale der Bubba Gump Shrimp Co. mit original Forrest-Turnschuhen und Pralinen.

Um 20 Uhr findet in HK jeden Tag die “Symphony of Lights” statt, die allerdings vom Peak aus gar nicht so beeindruckend war (wir werden uns das ganze noch mal aus der Nähe ansehen). Zum Abendessen haben wir den Peak und seine Touristenpreise verlassen und in “einer Mischung aus amerikanischen Diner, einer Kantine und einem Fastfood-Restaurant auf Chinesisch” gelandet. Das “Tsui-Wah” ist wohl der Ort wo Chinesen wirklich zum Essen hingehen. Die Öffnungszeiten bis 4 in der Nacht passen mit den lokalen Arbeitszeiten zusammen und wir haben die wohl erste Person in dieser Stadt entdeckt, die kein Englisch konnte. Zum Essen gab es Borsch, ein Chicken Curry und ein Rindersteak mit Gemüse, dazu natürlich immer eine große Portion Reis.

Scheinbar übernachten die strebsamen Chinesen auch gleich am Arbeitsplatz, weil als wir das Restaurant verließen fuhr weder die Fähre, noch die U-Bahn und auch kein Bus mehr. Gehen war leider auch keine Alternative, da wir ja auf HongKong Island waren. Wenn wir nicht schwimmen wollten blieb uns also nur noch das Taxi, welches uns durch das Tunnel zurück nach Kowloon brachte. Dort sitzen wir jetzt in unserem kühlen/kalten Zimmer. Lichtbilder des heutigen Tages hat der Herr FlickR für euch.