Vor der Reise...

Morgen geht’s los! Dann muss jetzt noch schnell das Blog online gehen, sonst erfährt ja keiner von euch, wie es uns fünf  am Rande des Reichs der Mitte ergeht. Wir werden um 11.50 Uhr in München einen Flieger der Royal Dutch Airlines (KLM) steigen und zwei Stunden später in Amsterdam landen (vielleicht hört man dann schon wieder von uns). Dann folgt der unangenehmere Teil - 11 Stunden - gefangen in einer Boing 747 - verbringen wir in der Luft über Zentralasien. Am Dienstag um 8 Uhr irgendwas kommen wir dann in Hong Kong an. Und wenn ihr dann noch nichts von uns gehört habt, ist entweder der Akku leer, wir sind tot oder die Flughäfen sind schlecht ausgestattet. Die nächsten neun Tage ernähren wir und dann von Hunden, surfen in zensiertem Internet und landen schließlich in einem chinesischen Gefängnis. Ihr braucht also eigentlich gar nicht mehr weiter lesen… - außer es ergeht uns doch etwas besser… dann abonniert ihr am besten dieses Blog und verfolgt unsere Reise.

Aber warum überhaupt Hong Kong und wer zur Hölle ist “wir”?

Eigentlich lässt sich diese Entscheidung relativ leicht erklären und hat eher einen praktischen Hintergrund: Für Hong Kong braucht man kein Visum! Anfangs waren wir nur zwei und es sollte eigentlich nach Shanghai gehen, aber man merkt schnell, dass das gar nicht so einfach ist. Für China-Reisen braucht man ein Visum und damit geizt die chinesische Regierung auf Grund der olympischen Spiele ziemlich. Hong Kong als Sonderwirtschaftszone ist von dieser Regelung ausgenommen. EU-Bürger können bis zu 90-Tage ohne Visum in HK bleiben. Dafür sind wir aber dort quasi gefangen: Wir dürfen nicht nach China selbst einreisen.

Aus uns zweien wurden eine halbe Stunde vor dem Buchen des Flugs noch fünf Leute, das sind: Die Hannah, die Sophie, der Benny und dann noch der Thomas und der Dani, die beiden Web2.0-Junkies, die hier bloggen und damit den Aufstieg in die Top-Liga der deutschen Blogosphäre in Angriff nehmen.

In den Fernsehberichten über Olympia wird immer wieder von einer unerträglichen Hitze berichtet, wir sind mal gespannt ob dies nur auf Peking zutrifft oder auch in Hongkong so ist. Auf jeden Fall haben wir mal sowohl Regenjacken als auch luftige Sommerklammotten eingepackt.

Wir werden versuchen jeden Tag unsere Erfahrungen mit euch hier in den Blog zu teilen, das MacBook ist eingepackt und laut Beschreibung unseres Hostels soll es dort auch kostenlos WiFi geben. Allerdings haben wir es gewagt das billigste Hostel Hongkongs als unsere Herberge zu wählen und sind uns deshalb nicht ganz sicher was uns da erwartet.

Wenn wir also wider Erwarten doch nicht im Gefängnis gelandet sind, endet unser Trip am 20. August am Münchner Flughafen. Während dieser Zeit werden wir versuchen euch einiges zu berichten und mit ein paar Fotos auch etwas zu zeigen…